

Der 33. America's Cup wird einer der seltenen Deed of Gift-Matches, hervorgerufen durch die feindliche Herausforderung von BMW Oracle, und steht damit im Gegensatz zu den üblicheren Anlässen, die auf gemeinsamer Zustimmung beruhen wie zum Beispiel der 32. America's Cup, der drei Jahre dauerte und 13 über Europa verteilte Acts umfasste sowie das grosse Finale in Valencia, das von vielen Experten als grossartigster Cup-Match aller Zeiten bezeichnet wurde. Der 33. Wettkampf um die älteste Trophäe im Weltsport wird im Best-of-three-Modus stattfinden: Das erste Rennen wird über 20 nautische Meilen zur Luvmarke und zurück führen, das zweite Rennen geht über 39 Seemeilen in einem gleichseitigen Dreieck und das dritte Rennen – falls nötig – wäre dann wieder ein Sprint über 20 Seemeilen zur Wendemarke und zurück. Alinghi hat seine Tätigkeiten aus Europa an den Ort verlegt, den es für den Event ausgewählt hat (eines der Rechte des Defenders gemäss der Deed of Gift ist es, den Ort auszuwählen) und segelt seit Oktober 2009 in Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Emirat wurde wegen seiner idealen Wetterbedingungen für einen Match im Februar ausgewählt, aber auch wegen der Infrastruktur und aufgrund der Erfahrung des ganzen Landes bei der Ausrichtung von Weltklasse-Sportanlässen.
Über die Streitigkeiten bei der 22. Ausgabe ist schon viel geschrieben worden. Der Herausforderer führt mittlerweile seine achte Rechtsklage und damit die juristische Strategie fort, den Cup vor den New Yorker Gerichten zu gewinnen statt auf dem Wasser, wo sie bei jedem Versuch gescheitert sind, seit das Team im Jahr 2000 geschaffen wurde. Der Defender versucht im Moment, den Versuch des Challengers abzuwehren, der SNG das grundlegende Recht der Wahl des Austragungsortes streitig zu machen, was ihnen vor dem New Yorker Obergericht gelungen ist; gegen den Entscheid ist derzeit eine Berufung hängig.
Die Position der SNG ist klar: Sie hat das Recht, den Austragungsort zu bestimmen und die Regeln zu definieren. Alinghi hat Ras al-Khaimah gewählt. Ras al-Khaimah im Februar 2010 entspricht der wörtlichen Lesart von Richter Cahns Anordnung vom 12. Mai 2008 (welche vom Berufungsgericht im April 2009 gestützt wurde). Falls die Berufungskammer nun befinden sollte, dass die Einhaltung der Deed of Gift über allem steht, dann hat Alinghi erklärt, dass es Ras al-Khaimah für einen Match im Mai den Vorzug geben würde. Falls der Defender die Berufung verlieren sollte, wird der Match in Valencia (Ersatzort) stattfinden und am 8. Februar 2010 beginnen.
Das Team konzentriert sich derweil auf Tests und Trainings auf dem riesigen 90-Fuss-Katamaran Alinghi 5 und probiert verschiedene Konfigurationen aus, um die bestmöglichen Optimierungen zu erzielen. Der Katamaran ist so breit wie zwei nebeneinandergelegte Tennisplätze und hat einen über 17 Stockwerke hohen Canting-Mast, der einem Druck standhält, der dem Gewicht von 50 SUVs auf der Fläche eines Tennisballs entspricht. Der Gennaker ist einer der grössten der Welt und misst gigantische 1100 m2.
Team-Präsident Ernesto Bertarelli steht meistens am Steuer und der Sport bleibt der Mittelpunkt der täglichen Aktivitäten. „Ich bin zu 100 Prozent engagiert, um auf dem Wasser um den 33. America's Cup zu kämpfen und unseren Titel wieder zu verteidigen“, sagt Bertarelli.
Nach dem wohl spannendsten Matchrace aller Zeiten gewann Alinghi am 3. Juli 2007 in Valencia den 32. America’s Cup gegen die alten Rivalen von Emirates Team New Zealand mit 5:2. Der letzte und entscheidende Match wurde mit nur gerade einer Sekunde Vorsprung entschieden! Damit trugen sich die Schweiz und Alinghi neben den USA und Neuseeland als mehrfache America’s-Cup-Sieger in die Geschichtsbücher ein.
Der 32. America’s Cup nach dem neuen Modell von Ernesto Bertarelli gilt gemeinhin als das grösste Segel-Spektakel der Geschichte. Mit vier Jahren Wettkampf inklusive der vorgelagerten Acts, zwölf Teams von fünf Kontinenten, mehr als 6.4 Millionen Live-Zuschauern und insgesamt mehr als 4.2 Milliarden TV-Zuschauern konnten zum Schluss an alle teilnehmenden Teams substanzielle Beiträge vergeben werden.
Das Syndikat Alinghi, das 2000 geschaffen wurde, gewann den America's Cup am 2. März 2003 in Auckland zum ersten Mal mit einem beeindruckenden 5:0-Sieg im 31. Cup gegen Team New Zealand. Der Cup kehrte damit erstmals seit dem allerersten Rennen 1851 nach Europa zurück.
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2009
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10. November: Die SNG gibt die Notice of Race für den 33. America’s Cup heraus. |
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2007
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3. Juli: Alinghi gewinnt den 32. America’s Cup 5:2 gegen Emirates Team New Zealand (ETNZ) |
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2006
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30. August-17. September: SUI06 Swiss Roadshow wird von 70 000 Fans besucht |
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2005
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29. September-9. Oktober: Louis Vuitton Acts 8 und 9 (Alinghi gewinnt beide), Trapani, Italien. Alinghi gewinnt auch die ACC-Jahresmeisterschaft 2005 |
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2004
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4.-17. Oktober: Louis Vuitton Acts 2 und 3 (Alinghi gewinnt beide), Valencia, Spanien |
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2003
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2. März: Alinghi gewinnt den America’s Cup 5:0 gegen Team New Zealand. Zum ersten Mal seit 152 Jahren kehrt der Cup nach Europa zurück. |
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2002
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Juli: Alinghi kommt mit SUI75 in Auckland, Neuseeland, an |
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2001
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November: Das Alinghi-Segelteam reist mit SUI59 und SUI64 nach Auckland, Beginn der Tests und Trainings. |
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2000
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September: Alinghi, das Schweizer America’s-Cup-Team, wird am Sitz der Société Nautique de Genève offiziell lanciert. |